Mir kommen Mönsters Arbeiten eher vor wie ferne, stockfleckig gewordene Erinnerungen an alte Fotografien.

Hier wird nicht mehr nach dem Muster der Fotorealisten mit zeichnerischen oder malerischen Mitteln die Anmutung von Fotografien imitiert, sondern hier wird diese Kunst der Foto-Imitation sowohl angewandt als auch ausdrücklich dem Betrachter bewusst gemacht und vorgezeigt. Vor allem seine Nacht-Bilder vom Hamburger Hafen, der Großen Bleichen oder der Automatengalerie der Raststätte Bühl entwickeln eine stark malerische Stimmung.

Weshalb eine Musik, die ursprünglich nach Sonnenuntergang gespielt und gesungen wurde, den Namen Blues erhielt, leuchtet beim Betrachten dieser Bilder Mönsters unmittelbar ein.

Dr. Uwe Wittstock